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Schießlärm


Einleitung:

Lärm kann nur indirekt gemessen werden, da er eine subjektive Empfindung darstellt. Technisch wird der Schalldruck in Pa (Pascal / 1Pa = 1x10e-5 bar) erfasst. Dieses ist der Druck, mit dem die Luft unser Trommelfell zum Schwingen bringt.
Das Gehör kann einen enorm großen Schalldruckbereich von 0.00002 Pa (Hörschwelle) bis 20 Pa (Schmerzschwelle) verarbeiten.
Das bedeutet, dass der größte Schalldruck (20 Pa) eine Million Mal größer ist als der kleinste noch wahrnehmbare Schalldruck.

Hörschwelle - Schmerzgrenze
(Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Hörschwelle)

Dies entspricht aber nicht dem subjektiven (empfundenen) Lautstärkeeindruck, denn Geräusche mit 120 dB werden nicht millionenfach lauter gehört. Unser Gehör kann Schalldruckpegel zwischen 0 dB und ca. 120 dB verarbeiten. Eine Erhöhung des Pegels um 10 dB nehmen wir etwa als Verdoppelung der Lautstärke wahr, obwohl dabei eine etwa 10fach höhere Gehörgefährdung besteht.

Bewertung von Schalldruckpegeln:

In der Literatur, in vielen gesetzlichen Vorschriften und in Normen werden vielerorts bewertete Schalldruckpegel angegeben. Diese Bewertungen sollen die Frequenzabhängigkeit des menschlichen Gehörs nachbilden. Sie gelten aber nur für Lautstärkepegel reiner Töne also nicht(!) für Impulsgeräusche.

(Quelle: en.wikipedia.org/wiki/Image:Lindos1.svg / Urheber: Lindosland)
(Quelle: en.wikipedia.org/wiki/Image:Lindos1.svg / Urheber: Lindosland)

Die sogenannte „A- Bewertung“ gilt, nach Definition nur für Lautstärkepegel von ca. 40 Phon und auch die bei 90 Phon definierte „C-Bewertung“ ist bei den hier gemessenen Pegelbereichen nicht anwendbar. Da der Schießlärm ein klassisches Impulsgeräusch darstellt, können die bewerteten Schalldruckpegel in doppelter Hinsicht nicht angewendet werden. Um annähernd(!) relevante Aussagen treffen zu können, wird bei allen Angaben der sogenannte LPeak-Wert angegeben.

Messtechnik:

Für die Messung von Schießlärm (Impulslärm > 140 dB) wird spezielles Messequipment benötigt. Mit Hard- und Software der Firma Brüel&Kjær lassen sich auch „schwierige“ Messwerte exakt erfassen. Für die Entwicklung/Optimierung der von HuntingTom angebotenen Mündungsbremsen steht von Brüel&Kjær der PULSE LabShop mit einem Messverstärker (Typ 3160-A-4/2) in Verbindung mit dem 1/4“ Mikrofon (Typ 4941) zur Verfügung.


Messung von Schießlärm
Messung von Schießlärm in der Praxis

Da es für den Messaufbau keine deutschen Vorschriften oder Normen gibt, wird nach den Vorgaben der britischen Forstbehörde gemessen. D.h. der Schalldruck wird am Ohr des Schützen aufgenommen.

Schießen Sie bitte NIE ohne geeigneten Gehörschutz!!!

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