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Funktionsweise von Mündungsbremsen

Durch den Einsatz einer Mündungsbremse wird ein Teil der Treibladungsgase zur Seite, nach oben und/oder schräg nach hinten abgelenkt.

Dabei gilt: Je mehr Gase (nach hinten) umgeleitet werden, desto besser die Wirkung der Bremse.
(Siehe bitte Rückstoß)

Gute Bremswirkung haben Bremsen mit vielen, großen Austrittsöffnugen. Ein Großteil dieser Bremsen hat für die Jagd den entscheidenden Nachteil, dass sie die Treibladungsgase auch nach oben und unten umleiten. Dadurch entsteht störendes Mündungsfeuer im Zielfernrohr, besonders in der Dämmerung bzw. Staubaufwirbelung beim Liegendschiessen. Dieses kann durch eine optimierte Konstruktion vermieden werden. Der Preis hierfür sind eine aufwendigere Befestigung (die Bremse muss in einer bestimmten Position fixiert werden) und ein etwas geringerer Wirkungsgrad (weniger Fläche zur Gasumleitung).

HT-3-Kammer-Bremse

 

Wie gut eine Waffe zu „bremsen“ ist, hängt maßgeblich vom verwendeten Kaliber ab. Dabei ist das Verhältnis von Geschossgewicht zu Pulvergewicht ausschlaggebend. Schwere Geschoss mit wenig Pulver sind schlechter zu bremsen, als leichtere Geschosse mit großen Pulverladungen. Bei der Entwicklung von Mündungsbremsen (siehe Produktentwicklung) wird mit geeigneter Messtechnik die Kraft gemessen, die die Waffe auf die Schulter des Schützen ausübt. In Abhängigkeit vom Kaliber (Geschossmasse <=> Pulvermasse) und unterschiedlichem Bremsendesign, kommt es zu Rückstoßreduzierungen von bis zu 60%. Bei zahlreichen Tests mit Versuchspersonen (Sportschützen, Jäger, Büchsenmacher, aber auch Laien) war die empfundene Bremsleistung, mit den oben erwähnten Abhängigkeiten, sogar bis zu 70% im Verhältnis zu ungebremsten Systemen.

Durch entsprechende Konstruktion der Mündungsbremsen, kann auch der Hochschlag der Waffe (Muzzle Flip) verringert werden. Das hat den Vorteil, dass man im Schuss die Reaktion des Wildes (Zeichnen) bedeutend besser beobachten oder z.B. bei Drückjagden schneller wieder „Ziel fassen“ kann.

Ein weiterer positiver Aspekt, der für den Einsatz von Mündungsbremsen spricht, ist die gesteigerte Schusspräzision. Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass sich der Einsatz von Mündungsbremsen negativ auf die Schusspräzision auswirkt. Kein Scharfschütze würde auf den Einsatz der Mündungsbremse verzichten... und sein Leben hängt maßgeblich von der Präzision seiner Waffe ab.

Doch die Umleitung der Treibladungsgase hat auch einen gravierenden Nachteil.
Beim Einsatz von (offenen) Mündungsbremsen kommt es zu einer erheblichen Verstärkung des Schusslärms (bis zu 9 dB).
(Siehe bitte
Schießlärm)

Dieses kann durch den Einsatz von teilgeschlossenen Mündungsbremsen minimiert werden. Allerdings ist bei diesen Bremsen, bei gleicher Baugröße, von einem geringen Wirkungsgrad auszugehen.


Vor- und Nachteile von Mündungsbremsen

 Vorteile:

► deutlich weniger Rückstoß
► verbesserte Präzision
► reduziertes Mündungsfeuer
► minimierter Hochschlag
► relativ geringes Gewicht


Nachteile:

► erhöhter Schallpegel => Einsatz von Gehörschutz ist zwingend erforderlich!!!
► zusätzliche Kosten für Mündungsgewinde und Mündungsbremse
► geänderte Treffpunktlage (Die Waffe muss neu eingeschossen werden!)


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